Unsere Arbeitskreise

Arbeitskreis Wiesbaden/Rheingau-Taunus-Kreis


Ostfeld / Kalkofen vor nächstem Schritt

Die Stadtverordneten in Wiesbadenstehen vor der Entscheidung, ob das Gebiet bei Erbenheim als städtebaulicher Entwicklungsbereich festgelegt wird.

Von den beauftragten Stadtplanern wurden drei Planungsszenarien für die Bebauung des Gebiets mit Wohn- und Gewerbeflächen ausgearbeitet, von denen auf Grundlage der Bewertungskriterien Städtebau und Nutzungen, Natur und Umwelt, Erschließung sowie technische Infrastruktur das Szenario A „Stadtteil am Fort Bieler“ ausgewählt wurde.

Aus naturschutzfachlicher Sicht liegen mehrere wertvolle bzw. besonders wertvolle Bereiche im Plangebiet, so zum Beispiel der ehemalige Steinbruch Kalkofen, das Wäldchen am Fort Bieler oder auch Flächen innerhalb des Deponiegeländes. Die landwirtschaftlich genutzten Flächen bieten Nahrungsgrundlage besonders für Großvögel wie Weißstorch, Schwarzmilan, Graureiher, Rohrweihe und Mäusebussard.

In den geltenden Raumordnungsplänen finden sich für das Plangebiet Funktionen und Schutzziele, die dem Vorhaben aus unserer Sicht klar entgegenstehen.

Die HGON Wiesbaden hat erneut eine umfangreiche Stellungnahme verfasst. Sie enthält konkrete Anmerkungen und Fragen zum Vorzugsszenario, ergänzt um Hinweise zu wesentlichen Projektparametern, um das Vorhaben grundsätzlich einordnen zu können. 

Die aktuelle Entwicklung des Projekts kann auf der Informationsseite der Projektentwicklerin SEG verfolgt werden.


Problematisches Bauvorhaben Ostfeld / Kalkofen

Der Arbeitskreis Wiesbaden-Rheingau-Taunus der HGON sieht die geplante städtebauliche Entwicklungsmaßnahme im Gebiet Kalkofen / Ostfeld grundsätzlich problematisch, und zwar aus folgenden Gründen:

  • Verlust offener, landwirtschaftlich genutzter Flächen
  • Konflikte mit den im Landschaftsplan der LHW ausgewiesenen wertvollen Lebensräumen
  • Konflikte mit dem Artenschutz und der im Landschaftsplan der LHW vorgesehenen Biotopvernetzung
  • Konflikte mit der im Landschaftsplan der LHW ausgewiesenen und als unverzichtbar bzw. hoch bewerteten Bedeutung des Gebietes für die Belüftung und Frischluftversorgung Wiesbadens
  • Veränderung des Stadtbildes

Ornithologischer Jahresbericht 2016/17

Der aktuelle ornithologische Bericht des HGON-Arbeitskreises Wiesbaden-Rheingau-Taunus ist online.

 

Themen:

- Der Wiesbadener Stadtwald

- Ansiedelung von Mauerseglern

- Die natürlichen Grenzen der Wolfspopulation

- Von Dommeln und Füchsen

- Windkraftplanung in der Region

- Wasservogelzählung

- Kormoran Schlafplatzzählung am Inselrhein

- ...

 

Hier geht's zum Download


Der Ornithologische Jahresbericht 2015 ist da!

Der Ornithologische Jahresbericht 2015 des HGON-Arbeitskreises Wiesbaden - Rheingau - Taunus steht jetzt online zur Verfügung.

Themen:

- Das Schiersteiner Teichgebiet

- Ornithologische Beobachtungen im Kalkofen

- Die grüne Strandschrecke

- Eulen und Käuze

- Monitoring von Greifvögeln, Schwarzstorch und Baumfalken

- Der Bienenfresser als neuer Brutvogel

- ...

 

Hier geht's zum Download


Stellungnahme der HGON zum geplanten Windpark "Hohe Wurzel"

Der Arbeitskreis Wiesbaden/Rheingau-Taunus spricht sich in seiner Stellungnahme gegen die Windkraftplanung auf dem Taunuskamm aus. Die Auswirkungen auf Natur und Landschaftsbild sind angesichts des zu erwartenden Energieertrages unverhältnismäßig hoch! Durch das Projekt der Firma Taunuswind werden forstliche Flächen zerstört und geschützte Arten im Umfeld der WEA beeinträchtigt. 

Lesen Sie hier die ganze Stellungnahme...


Der Ornithologische Jahresbericht 2014 steht nun auch als Download zu Verfügung!


Mysterium Mauersegler

hier gehts zum Artikel


Der Ornithologie Jahresbericht 2013 liegt nun auch zum Download bereit!


Der Ornithologische Jahresbericht 2012 aus Wiesbaden ist fertig!

 Hier können Sie einen Blick hineinwerfen..


Schiersteiner Teiche = Trinkwassergewinnung durch Hessenwasser in Wiesbaden Schierstein und Naturschutz durch die HGON


Das Wasserwerk in Schierstein besteht neben verschiedenen technischen Einrichtungen aus sechs Wasserbecken, in die Wasser aus dem Rhein gepumpt wird. Dieses Wasser wird in einem umfänglichen Prozess zu Trinkwasser aufbereitet und in das Wasserversorgungsnetz eingespeist. Der größte Teil des Wasserwerksgeländes besteht aus Wiesenflächen. Um die Wasserbecken hat sich ein größerer Schilfgürtel entwickelt. Diesen gilt es zu erhalten und auch zu pflegen.

Aus diesem Grunde arbeiten Mitglieder des Arbeitskreises Wiesbaden/ Rheingau- Taunus- Kreis seit 2003 in den Monaten Oktober bis Februar im Wasserwerk, um die Schilfflächen von unerwünschtem  anderen Bewuchs frei zu halten. Nicht nur bei schönen Wetter, sondern auch bei Eis und Schnee.

Zu Beginn unserer Arbeiten wurden Bäume, die am Rande der Wasserbecken standen, entfernt, um Beutegreifern keine Ansitze für Angriffe auf die Nester und Jungvögel von Haubentaucher, Zwergtaucher, Blässhühnern und anderen Wasservögeln zu lassen. Dies entspricht dem natürlichen Sicherheitsbedürfnis von Wasservögeln, die an Gewässern der offenen Landschaft leben. Überall dort, wo die Bäume entfernt wurden, hat sich das Schilf ausbreiten und verdichten können, denn unter dem Kronendach von Bäumen und zwischen Sträuchern gedeiht es nicht.
 
Starker Bewuchs ist auch durch Brombeeren zu verzeichnen, die ebenfalls aus dem Schilf entfernt werden. Immer wieder sprießen auch Weidenschösslinge und Hartriegel aus der Erde. Manchmal entstehen richtige kleine Wälder, die alle 2 - 3 Jahre zurückgeschnitten werden müssen, um eine Ausbreitung und damit die Verdrängung des Schilfs zu verhindern.

Nutznießer dieser Arbeiten sind die Brutvögel auf dem Wasser (s.oben), aber auch die vielen Schilfbrüter wie Rohrammer, Teichrohr- und Sumpfrohrsänger. Seit 4 Jahren können wir auch wieder bis zu 4 brütende Drosselrohrsänger verzeichnen.

Die Arbeiten werden von der Unteren Naturschutzbehörde Wiesbaden und der Firma Hessenwasser unterstützt.

März 2012 - HGON AK Wiesbaden Rheingau Taunus Kreis


Aufgabenziel des Vereins:

Die Anerkennung der HGON nach § 29 Bundesnaturschutzgesetz bringt es mit sich, dass der Arbeitskreis zu Planungen, die Wiesbaden und den Rheingau-Taunus-Kreis betreffen, - in der Regel in Zusammenarbeit mit anderen Verbänden - Stellungnahmen abgibt, die auf die naturschutzrelevanten Punkte bei den Vorhaben eingehen.

Tätigkeitsfelder sind:

  • Mitwirkung in den Naturschutzbeiräten beider Kreise - Gremien, die die Unteren Naturschutzbehörden fachlich beraten
  • Stellung von Kreisbeauftragten der Staatlichen Vogelwarte
  • Beratung von Behörden in Fragen des Natur- und Vogelschutzes (über die Beiräte und die § 29-Arbeit hinaus)
  • Erstellung von Gutachten, z.B. über schutzwürdige Gebiete
  • feldornithologische Erfassungen
  • Biotoppflege
  • Beratung über die optimale Gestaltung von Lebensräumen
  • Naturschutz- und Vogelschutzberatung für Jedermann
  • Beobachtung sensibler Bereiche, bei unerlaubten Eingriffen und Störungen Meldungen an die zuständige Behörde
  • Öffentlichkeitsarbeit, z.B. Vorträge zu Natur- und Vogelschutzthemen, Exkursionen zum Kennenlernen der heimischen Vogelwelt, Zeitungsartikel zu besonders interessanten Biotopen und Arten

Weitere Tätigkeitsfelder und Schwerpunkte des Arbeitskreises Wiesbaden

Neben der Naturschutzarbeit (Abgabe von Stellungnahmen zu naturschutzrelevanten Vorhaben als anerkannter Naturschutzverband, Mitwirkung in den Naturschutzbeiräten beider Kreise, Biotoppflege, Öffentlichkeitsarbeit etc.) und der allgemeinen Beschäftigung mit der Ornithologie gibt es im Arbeitskreis einige besondere Schwerpunkte.

Dies ist zum einen die Wasservogelzählung am Inselrhein zwischen Wiesbaden und Rüdesheim, die seit über 30 Jahren im Winterhalbjahr einmal monatlich durchgeführt wird, um dort insbesondere Durchzügler und Wintergäste zu erfassen.

Eine weitere Besonderheit im Arbeitskreis ist das Vorkommen der Zippammer, eine wärmeliebende Vogelart, die in Hessen im wesentlichen nur in den Weinbergen zwischen Rüdesheim und Lorchhausen zu finden ist. Der Bestand dieser in Deutschland äußerst seltenen Vogelart wird im Zweijahresrhythmus durch Zählung der Burtreviere erfasst.

Ebenfalls langfristig - seit 20 Jahren - werden auf einer festgelegten Untersuchungsfläche ("Wiesbaden-Taunus") Brutbestand und Bruterfolg aller dort vorkommenden Greifvogelarten festgestellt. Auf einer Fläche von rd. 1.200 km² zwischen Taunus und Lahn sowie weitere Flächen südöstlich von Wiesbaden (Mainebene) wird außerdem über die Grenzen des AK hinaus speziell nach dem Baumfalken "gefahndet" - ein Erfassungsprogramm, das von der Flächengröße einzigartig im ganzen Bundesgebiet ist.

Schließlich liegt ein weiterer Schwerpunkt bei dem Schutz unserer Eulen. Durch Bereitstellung von Nisthilfen wird insbesondere der Bestand von Steinkauz und Schleiereule gefördert und stabilisiert.

SUCHE


Kontakt:

Ingo Hausch
Edisonstraße 15
65199 Wiesbaden
Tel.: 0611 – 461 913
ingo.hausch(at)hgon.de

 

Oliver Weirich
Vogelschutzbeauftragter für Wiesbaden
der Vogelschutzwarte Frankfurt am Main
Wielandstr. 5
65187 Wiesbaden
Tel.: 015175063092
oliver.weirich(at)gmx.net

Heinz Rosenberg
Zwergweg 13
65191 Wiesbaden - Bierstadt
Tel.:   0611 - 503377
Mobil: 01752029714
hhrosenberg(at)t-online.de


Arbeitskreistreffen

Jeden ersten Donnerstag im Monat um 19.30 Uhr im Sitzungssaal der Ortsverwaltung Wiesbaden-Bierstadt, Poststraße 11.

 

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  • 18. Jul. 2019

    hornissenschwebfliege / rauenthal

    eine hornissenschwebfliege , c-falter , dickkopffalter , viele heuschrecken...gut...

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    Hallo zusammen, es soll nicht auf gut gemeinte Blühpatenschaften eingeschlage...

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    Insektenrückgang!!

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